Allgemein
Für die Schutzwaldausscheidung wurden die Naturgefahren ohne die Schutzwirkung des Waldes modelliert. Gleichzeitig wurde auch eine Modellierung durchgeführt, welche die Schutzwirkung des Waldes berücksichtigt und deshalb Hinweise zu wahrscheinlich auftretenden Naturgefahren gibt. Die so entstandene Gefahrenhinweiskarte setzt sich aus folgenden Einzelgefahren zusammen:
- Sturzprozesse Stein- und Blockschlag
- Spontanrutschungen
- Schneegleiten
- permantente Rutschungen und Sackungen (Basis: geolog. Karte Kt. ZH)
- Murgangprozesse in Gerinnen
- Murablagerungen
- Lawinen und Schneerutsche
- Hangmuren
- zusammengesetzte Gefahrenbereiche
Die Gefahrenhinweiskarte basiert auf den Prozessmodellierungen und -methoden, die im technischen Bericht Schutzwaldausscheidung und Gefahrenhinweiskarte Kanton Zürich (R.Bart, Ingenieure Bart AG, St. Gallen, 2004) beschrieben sind.
Rechtsverbindlichkeit
Die Wirkungsräume der modellierten Naturgefahren entsprechen einer generellen Gefahrenbeurteilung im Sinne einer Gefahrenhinweiskarte. Gefahrengebiete sind lediglich Grundlage zur Ausscheidung von Gefahrenzonen und haben daher keine direkte Rechtswirkung.
Datenzugang
Daten sind für den verwaltungsinternen Gebrauch zugänglich. Zusätzliche Informationen über das Projekt sowie über die einzelnen Prozessmodellierungen sind im technischen Bericht Schutzwaldausscheidung und Gefahrenhinweiskarte Kanton Zürich (R.Bart, Ingenieure Bart AG, St. Gallen, 2004) enthalten.
Zeitliche Angaben
- Stand der digitalen Inputdaten: 2001
- Durchführung der Modellierung: 2001 - 2004
- Kopie in GIS-Datenpool: 2003
Datengrundlagen und -herleitung
- geologische Karte des Kantons Zürich (Stand 1998)
- Vegetationskarte des Kantons Zürich (Stand 1987)
- DHM25/10 der L+T, Vector25
- Gewässernetz DGN25 der L+T
Prozessmodellierungen
- Verwendete Software für Prozessmodellierung: ProMo (Ingenieure Bart AG 2004)
- Pauschalgefällemodell für Stein- und Blockschlag (WSL 1994)
- Ermittlungsmodell für Spontantrutschungen (Ingenieure Bart AG 2004)
- Ermittlungsmodell für Hangmuren (Ingenieure Bart AG 2004)
- Ermittlungsmodell für Schneegleiten (Ingenieure Bart AG 2004)
- überarbeitetes Voellmy-Salm-Modell für Lawinen und Schneerutsche (Ingenieure Bart AG 2004)
- Ermittlungsmodell für Murgänge (Ingenieure Bart AG 2004)
- Abgeleitete Daten: Rutschungen und Sackungen aus der geologischen Karte des Kantons Zürich
weitere Aufbereitung
Als Outputdaten resultieren Grids mit 10m*10m-Rasterzellen (unter T:/pgis/daten/projekte/p011_Naturgefahren_ZH_04/grids/gefahrenhinweiskarte resp. prozessraeume_ohne_wald abgelegt, Grid-Beschreibungen: vgl. Technischer Bericht, Tab. 64 u.a.), die zu Vektordaten aufbereitet wurden , die hier beschriebenen Layers. Die Umwandlung und Datenaufbereitung erfolgt mit natgef_layervorb.aml (früher auch natgef_ascimport.aml und natgef_layervorb_grid.aml). Die Datenaufbereitung erfolgte mit ArcGis 8.3. und ArcInfo
weitere Produkte
- Themenkarten: Sturzprozesse (sturz.aml), Schneegefahren (Schneegleiten und Lawinen) (schnee.aml), Rutschungen und Sackungen (rutsch.aml), Hangmuren (inkl. Spontanrutschungen und Murgänge) (hmure.aml), mit Wald modellierte Prozessräume gravitativer Naturgefahren (natgef_mww.aml)
- Massstab: beliebig (sinnvoll: 1:5000 bis 1:50000)
- Ausschnitte: Kanton, Gemeinden, Forstkreis, WEP, oder freier Ausschnitt
- Projektverzeichnis: L:\dgis\proj\natgef; Erstellung (Beispielaufruf): &r plotit 10000 181.1 rutsch lay_a3
- ArcMap-Projekte
- ArcGis-Layerfile: J:\Wald_alle\vorlagen_gis\arcgis\layers\Gefahr und Schutz.lyr