Beschreibung
Das Amt für Mobilität betreibt ein Gesamtverkehrsmodell (GVM-ZH) zum Zweck der Bereitstellung von Grundlagendaten zum Verkehrsaufkommen, zu Verkehrsströmen und Verkehrsanteile für statistische Analysen des Verkehrs und dessen Auswirkungen sowie die Planungsprozesse rund um den Verkehr (Infrastrukturen, Raumplanung, Umwelt).
Das GVM-ZH ist ein multimodales, makroskopisches Verkehrsmodell, dass den Verkehr im Grossraum Zürich in seinen Ausprägungen und Wirkungszusammenhängen abstrahiert modellmässig darstellt (Nachfrage, Kapazitätsauslastung, Reisezeiten etc.). Die Modellberechnungen werden mit der Verkehrsmodellierungssoftware VISUM ausgeführt. Das GVM-ZH wird regelmässig nachgeführt und auf aktuelle Zähldaten (bisher 2011, 2013, 2016, 2018 und 2019) kalibriert. Die Werte von 2019 basieren auf einem komplett neuerstellten Modell und können deshalb methodenbedingt von den früheren Werten abweichen.
Die Prognosen für die Horizonte 2030 bzw. 2040 sind ausgehend von den Grundlagen und Annahmen der zugrunde liegenden Ist-Zuständen (2011 – 2019 ) berechnet worden fallen entsprechend unterschiedlich aus. Die aktuellen Prognosen 2040 des GVM-ZH19 (2019) decken zwei unterschiedliche Entwicklungspfade ab: Die Referenzprognose entlang von gefestigten Entwicklungstrends und mit Berücksichtigung nur von beschlossenen und finanzierten Projekten für MIV, Velo und öV; sowie die Strategieprognose in Richtung der kantonalen Strategien und Zielsetzung hinsichtlich Siedlungsentwicklung und Nachhaltigkeit im Verkehr. Die Prognosen der öV-Belastungen wird nicht auf Ebene der Strecken- und Linienbelastung veröffentlicht. Detaillierte Informationen der Dokumentation «Verwendungshinweis_Daten-GVM-ZH19_2024-04-24.pdf» zu entnehmen.
Das GVM-ZH wird eingesetzt als Planungs- und Controllinghilfsmittel in der Verkehrs- und Mobilitätsplanung sowie für die Abstimmung von Siedlung und Verkehr. Dafür können umfangreiche Datensätze auch anwendungsspezifisch bereitgestellt werden.
Im GIS-Browser dargestellt sind als Ergebnis der Verkehrsnachfrageberechnung die Verkehrsbelastungen für den Strassenverkehr (MIV) und den öffentlichen Verkehr (ÖV). Pro Streckenelement MIV kann die Zahl der Fahrzeuge und der Anteil des Schwerverkehrs (Lastwagen, Sattelzüge und öV-Busse) je für beide Richtungen und verschiedene Verkehrszeiten abgefragt werden; pro Linienabschnitt ÖV sind es die Anzahl Personen. Bei geringen Belastungswerten (weniger als ca.1000 Mfz im DWV) im untergeordneten Netz ist die Verlässlichkeit der Werte eingeschränkt, da der Fahrzeugverkehr nur an diskreten Punkten und nicht flächendecken ins Verkehrsnetz eingesetzt wird.
Auf experimenteller Basis wird auch der Veloverkehr im Strassen- und Velonetz berechnet, die Werte sind aber auf Grund zu weniger Messwerte zur Kalibration nicht verlässlich und nur auf Anfrage erhältlich.